Mappenvorbereitung

Mappe Machen
Am Anfang steht oft das große Fragezeichen.
Auf den Webseiten der Kunst- und Design-Hoch-
schulen findet sich wenig Information darüber, wie eine Bewerbungsmappe auszusehen hat.
Je freier der Studiengang und die Hochschule, desto unklarer scheinen die Anforderungen.

Vielleicht ahnst du es schon: Beim Mappe Machen geht es nicht mehr darum, eine vorgegebene Schulaufgabe gut zu erledigen. Doch warum geht es dann?
Die Sache bringt es mit sich: In der Mappe sollte erkennbar sein, dass du eine kreative Person bist, die gerne mit Ausdauer, Herzblut, Neugier, Eigensinn und Reflexionsvermögen an (eigenen) Projekten und Ideen arbeitet.

Auch bei uns in der Kunstschule >Gärtnerei< gibt es also keine konkrete Antwort auf die Frage, was
denn nun in die Mappe “soll”. Statt dessen ermutigen wir dich, dich auf einen solchen individuellen Arbeitsprozess einzulas-
sen, ohne schon zu wissen, was am Ende dabei herauskommt. Wir unterstützen dich darin, den eigenen Weg zu gehen, aber auch mal Neues auszuprobieren. Wir geben Anregungen, motivieren zum Experiment und üben bei Bedarf künstleri-
sche Techniken mit euch ein.

Denn - und das ist die gute Nachricht: Am Ende eines intensiven, konzentrierten, längeren Arbeitsprozesses stehen immer genug qualitätsvolle, “mappentaugliche” Arbeiten.

Möglichkeiten, eine gute Mappe herzustellen
1. Die wöchentlichen Kurse. Hier kannst Du unter Anleitung über einen längeren Zeitraum verschiedene künstlerische Arbeitsweisen erproben und einüben.

2. Die Intensivkurse helfen, richtig einzutauchen und Dir ein Bild zu machen, wie es ist, wenn Du über mehrere Tage viele Stunden lang kreativ bist.

3. Die Mappengespräch und Gespräche mit anderen Teilnehmern, sowie Bücher und Ausstellungen helfen Dir, Dein individuelles Vorgehen zu reflektieren und intensivieren.

4. Die offene Werkstatt bietet Dir die Möglichkeit, selbstständig und mit Ausdauer an etwas dran zu bleiben, im Tun Deine eigenen Ziele finden zu, Themen herauskristallisieren zu lassen. Der Entwicklungsprozess, der dann ganz von alleine einsetzt, braucht keine ständige Anleitung. Stattdessen braucht es Raum und Zeit. Wenn mal die Arbeitslust nachlässt, die Motivation im Keller ist und Selbstdisziplin gefragt ist, hilft es Dir, feste Zeiten mit uns zu vereinbaren, in denen Du auf jeden Fall im Atelier anwesend seid.